Pomodoro-Technik macht Home-Office produktiver

Arbeiten im Home-Office mit der Pomodoro-Technik
Die Pomodoro-Technik macht die Arbeit im Home-Office produktiver.

Tausende Menschen machen in der Corona-Krise die Erfahrung: Es kann schwer sein, produktiv im Home-Office zu arbeiten. Etwas Abhilfe schafft die Pomodoro-Technik.

Einen Text anfangen, zwischendurch kurz den Briefkasten leeren. Die Buchhaltung starten, aber mittendrin nur ganz kurz die Katze füttern. Eine E-Mail beantworten, aber nur ganz, ganz kurz Facebook checken. Ablenkungen lauern im Home-Office an jeder Ecke. Und aus verständlichen Gründen lassen wir uns immer wieder hinreißen. Schließlich sind wir soziale Wesen mit Gehirnen, die selbst bei digitalen sozialen Aktion Glückshormone ausschütten. Doch die Ablenkungen haben eine Schattenseite.

Sägezahn frisst unsere Zeit auf

Bei jeder Unterbrechung tritt der sogenannte Sägezahn-Effekt auf. Die Konzentration bricht ab und wir brauchen Zeit, um das vorherige Niveau wieder zu erreichen – nicht nur Sekunden, sondern oftmals Minuten. Wir befinden uns nicht mehr auf der geraden und somit schnellsten Linie Richtung Ziel. Stattdessen machen wir auf der Säge eine ständige Berg- und Talfahrt. Am Ende des Tages haben wir dann unnötig Zeit verloren (und oft ein schlechtes Gewissen). Die gute Nachricht: Es gibt eine einfache Lösung, um im Flow zu bleiben und die Produktivität im Home-Office zu steigern.

Pomodoro-Technik bringt Schwung ins Home-Office

Die Pomodoro-Technik ist eine Methode des Zeitmanagements, die der Italiener Francesco Cirillo in der 1980er Jahren entwickelte. Sie benötigen dafür ein Blatt Papier, einen Stift und eine Küchenuhr. Cirillo benutzte eine Uhr in Tomatenform. Daher der Name Pomodoro (ital. Tomate).

Die Technik besteht aus fünf Schritten:

1. Sie formulieren schriftlich eine Aufgabe (etwa „Recherche für eine Pressemitteilung“).

2. Anschließend stellen Sie den Wecker auf 25 Minuten. Dieses Intervall heißt Pomodoro.

3. Sie widmen der Aufgabe Ihre volle Konzentration. In dieser Zeit beantworten Sie keine E-Mails, checken nicht Facebook, gehen nicht ans Telefon und füttern auch nicht die Katze.

4. Klingelt der Wecker, machen Sie eine Pause von fünf Minuten – Facebook, Telefon, Katze: Alles erlaubt.

5. Nach vier Pomodori machen Sie eine länger Pause von 15 Minuten. Und hinter erledigte Aufgaben setzen Sie einen Haken. 

Der innere Schweinehund gibt Ruhe

Ich arbeite seit acht Jahren im Home-Office und habe vor zwei Jahren mit der Pomodoro-Technik begonnen. Ich schwöre auf die Technik. Nicht nur, weil ich produktiver arbeite und viel öfter einen konzentrierten Flow-Zustand erreiche. Ich muss seitdem auch nicht mehr gegen meinen inneren Schweinehund kämpfen. Ich halte mich an das Gesetz: Wenn die Uhr läuft, arbeite ich. Und 5-Minuten-Pausen und Feierabende sind umso schöner.