Corona: Boom der Logistikimmobilien

Westfalenhütte Dortmund der Garbe Industrial Real Estate. Das Unternehmen hat zwischen 2015 und 2020 rund 1,9 Milliarden Euro in Logistikimmobilien investiert.

2020 wird ein Rekordjahr für Logistikimmobilien. Deutschlandweit entstehen 5,3 Millionen Quadratmeter Neubaufläche, zeigt die Studie „Logistik und Immobilien 2020“. Denn E-Commerce boomt.

Online-Bestellungen bei Amazon & Co. werden in Zeiten der Covid-19-Pandemie eine immer attraktivere Alternative zum Shoppen in der Stadt. Der e-Commerce boomt. Und mit ihm steigt die Nachfrage nach Logistikk- und Lagerflächen, zeigt die Studie „Logistik und Immobilien 2020“, für die das Berliner Analyseunternehmen bulwiengesa Daten von 1.775 Logistikobjekten ausgewertet hat. „Anhand der aktuell im Bau befindlichen Projekte rechnen wir für 2020 mit über fünf Millionen Quadratmetern Neubaufläche“, sagt Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter bei bulwiengesa. „Das ist ein neuer Höchststand.“

Markt für Logistikimmobilien wächst um 80 Prozent

Im ersten Halbjahr 2020 kam es zu Rekordzahlen. „Mit knapp 2,7 Milliarden Euro ist das Volumen von Logistikimmobilien um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen“, erklärt Bertram Ehm, Director Industrial Investment bei der Savills Immobilien-Beratungs GmbH. Zum Vergleich: Investoren handelten im ersten Halbjahr 2019 Logistik- und Lagerimmobilien im Wert von knapp 1,5 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2020 ist das Volumen von Logistikimmobilien um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. (Bildquelle: Garbe Group)


Die Garbe Group, die zwischen 2015 und 2020 rund 1,9 Milliarden Euro in Logistikimmobilien investierte, zählt dabei zu den führenden Kapitalanlegern. Mit 1,8 Milliarden Euro belegt Blackstone den zweiten Platz, Frasers Property mit 1,7 Milliarden den dritten. Es folgen die China Investment Corporation (CIC) mit 1,4 Milliarden und Union Investment mit knapp einer Milliarde Euro. Letztere und die Garbe Group haben ihre Investitionen im ersten Halbjahr 2020 um mehr als 500 Millionen Euro aufgestockt.

Beliebteste Logistikregion ist Frankfurt am Main

Auf Platz eins der attraktivsten Regionen für Logistiker steht die Region Frankfurt am Main. Schon vor Corona. 1,9 Milliarden Quadratmeter Logistikfläche entstanden zwischen 2015 und 2020. Es folgen Berlin mit 1,6 Millionen Quadratmetern, Düsseldorf (1,4 Mio.), Rhein-Ruhr (1,3 Mio.), Hamburg, Dortmund und Hannover. Die Bautätigkeit verlagert sich dabei zunehmend in Randgebiete, da Platz Mangelware wird. „Überwiegend bauen wir in großen Logistikregionen“, sagt Michael Dufhues, Vorstand der Bremer AG, ein Bauunternehmen aus Paderborn. „Aber wir stellen auch fest, dass uns immer mehr Nutzer mit dem Bau von Logistikimmobilien in peripheren Regionen beauftragen.“

Immobilienwirtschaft will Beitrag zum Klimaschutz leisten

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in der Branche eine immer größere Rolle. Das war nicht immer so. Bauherren haben Logistikimmobilien in der Vergangenheit als Gebäude konzipiert, bei denen Funktionalität im Vordergrund stand. Laut Studie sind erst 30 Prozent der Immobilien ökologisch nachhaltig. Die Studienpartner wollen das ändern. „Gemeinsam haben wir Vorschläge an die Politik ausformuliert, um den Bau von Photovoltaikanlagen voranzutreiben“, sagt Assem El Alami, Leiter Immobilienfinanzierung bei der Berliner Immobilienbank Hype AG. „Sie sind ein Kernelement für die CO2-Reduktion im Zuge des Klimaschutzes und die Immobilienwirtschaft will und muss ihren Beitrag hierzu leisten.“

Dächer von Logistikimmobilien sind ideale Träger für Photovoltaikanlagen. (Bildquelle: Garbe Group)

Bis zu 60 Prozent der Foliendächer von Logistikunternehmen sind laut Studie dazu geeignet, um Photovoltaikanlagen zu tragen. Allein auf den Dächern der Bestandsimmobilien der Garbe Industrial Real Estate ließen sich Anlagen mit einer Kapazität installieren, die der 200-MW-Leistung des Hamburger Kohlekraftwerks Tiefstack entsprechen. Das würde zu einer Einsparung von 140.000 Tonnen CO2 führen – das entspricht dem Ausstoß von 50.000 Pkw bei jeweils 14.000 Kilometer Jahresfahrleistung.

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Patrick Schroeder – Journalist und PR-Berater
Patrick Schroeder (M.A. Kommunikationsforschung) – Journalist und PR-Berater